Das neue Jahr steht kurz bevor und damit auch die Zeit für gute Vorsätze und Planungen. Euer Urlaub kann fast zwei Monate lang sein, wenn ihr die Brückentage geschickt nutzt! Aber auch in anderen Bereichen hält 2026 für Berliner Bürgerinnen und Bürger einige Änderungen bereit. Das kommende Jahr bringt bundesweite und lokale Neuerungen, über die wir am besten jetzt schon Bescheid wissen. Ein Überblick über die kommenden Änderungen im neuen Jahr in Berlin:
Soziales, Löhne und Finanzen

Zunächst einmal eine gute Nachricht: Wie bundesweit vorgesehen, steigen ab Januar 2026 der Mindestlohn voraussichtlich auf 13,90 Euro pro Stunde und die Minijob-Grenze auf 603 Euro monatlich. Gerade in Berlin, wo besonders viele Menschen im Dienstleistungs-, Gastronomie- und Einzelhandelssektor arbeiten, werden sich diese Neuerungen besonders bemerkbar machen.
Auch das Kindergeld erhöht sich leicht auf 259 Euro. Für Arbeitnehmer verringert sich die Steuerlast, weil der Grundfreibetrags auf 12.348 Euro angehoben wird.
Änderungen der Energiepreise
Im Energiebereich gibt es Licht und Schatten. Einerseits steigt der CO2-Preis auf 55 bis 65 Euro pro Tonne. Dadurch erhöhen sich die Kosten für fossile Brennstoffe, also Heizöl, Gas und Benzin. Andererseits profitiert gerade Berlin überdurchschnittlich stark von einer bundesweiten Senkung der Netzentgelte für Strom: Der Bund bezuschusst die Gebühren für den Stromtransport, die in Berlin besonders hoch sind.
Das bedeutet für Berliner Haushalte konkret: Hier sollte uns eine höhere Entlastung bei den Stromkosten erwarten als in anderen Regionen. Außerdem entfällt voraussichtlich die Gasspeicherumlage, was den Gaspreis stabilisieren könnte.
Verkehr und Berliner Haushalt

Der Berliner Senat plant für den Doppelhaushalt 2026/2027 eine deutliche Erhöhung der Gesamtausgaben. Geplant sind über 43 Milliarden Euro! Der Grund: Steigende Personalkosten und höhere Sozialausgaben. Alle geplanten lokalen Projekte und Investitionen sollen damit finanziert werden.
Der Verkehrssektor sieht bei den Änderungen im neuen Jahr die größten Herausforderungen: Ab 2026 erwarten uns wieder Sperrungen und Ersatzverkehre bei der Bahn. Betroffen sind voraussichtlich die Linien S46, S8, RE2 und RE7 im Bereich der wichtigen Bahnknotenpunkte Königs Wusterhausen und Schöneweide.
Aber zum Abschluss noch eine gute Nachricht für alle, die von den Bahnsperrungen in ihrem Alltag betroffen sind. Ab dem neuen Jahr gibt es eine Pendlerpauschale (38 Cent/km). Bereits ab dem ersten Kilometer soll diese eine spürbare finanzielle Erleichterung bringen.